Banksy im Museum – ist die Subkultur angekommen?“ Am Dienstag, den 22.9.2020 diskutierten im NRW Forum auf Einladung von 701: Klaus Klinger, Street-Art Künstler und Mitorganisator des ‚40-Grad Urban Art Festivals‘,  Prof. Dr. Christiane Lange, Direktorin der Staatsgalerie Stuttgart, Selim Varol, Urban Art Sammler sowie  C. F. Schröer Kunstjournalist und Moderator des Abends.

vlnr: Selim Varol, Prof. Dr. Christiane Lange, Klaus Klinger, C.F. Schröer

Street Art und Urban Art erfreuen sich heute weltweit eines enormen Publikumsinteresses. Doch was mit illegalen Graffiti in den amerikanischen Großstädten der amerikanischen Ostküste vor nunmehr 40 Jahren begann, ist – so scheint es – inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen. 2016 eröffnete das MUCA als erstes deutsches Museum für Urban Art in München, ein Jahr später das ‚Museum for Urban Contemporary Art‘ (MUCA) in Berlin und auch Galerien zeigen vermehrt Interesse an der teils verbotenen, teils autorisierten ‚Straßenkunst‘. Werke namhafter Street Art-Künstler erzielen heute sogar bemerkenswerte Preise auf dem Kunstmarkt. Auch in Düsseldorf gehört die ‚Urban Art‘ zu den festen Empfehlungen des Düsseldorfer Stadttourismus. Von der legendären Basquiat-Ausstellung bei Hans Mayer 1988 bis hin zum aktuellen ‚40 Grad Urban Art Festival‘ – Düsseldorf hat sich über die Jahre eine bemerkenswerte Stellung in dem Genre erarbeitet.

Der aktuell wohl bekannteste Street Art-Künstler ist Banksy. Seit rund 25 Jahren arbeitet er auf der Straße und hat es bis heute geschafft, seine Identität im Verborgenen zu halten. Jüngste Schlagzeilen machte er mit der spektakulären Selbstzerstörung seines ‚Ballonmädchens‘, welches kontroverse Diskussionen zu Kunst, Kunstmarkt und Museum auslöste. Ausgehend vom Vorstoß des Museum Frieder Burda und der Staatsgalerie Stuttgart, seine viel diskutierte Arbeit ‚Love is in the bin‘ erstmals in einem musealen Rahmen auszustellen, stellen sich viele Fragen, nicht zuletzt, ob Street Art langfristig überhaupt im Kontext einer musealen Institution bestehen kann bzw. ihre Präsentation nicht schon einen grundsätzlichen Widerspruch in sich birgt. Was könnten die richtigen Wege sein, um Urban Art weiter aufzuwerten und was macht eine Stadt wie Düsseldorf für die internationalen Stars der Szene interessant?

Diese und weitere Fragen wurden an diesem Abend mit den Gästen und den zahlreichen Besuchern diskutiert.

Varol Selim
Prof. Dr. Christiane Lange
Klaus Klinger
C.F. Schröer