THRESHOLDS
Performancefestival auf dem Golzheimer Friedhof

kuratiert von Nadia Ismail

Samstag, 21. September 2019 von 14 Uhr bis 20 Uhr

Golzheimer Friedhof, Fischerstraße, Düsseldorf

Schirmherrschaft: Oberbürgermeister Thomas Geisel 

Begrüßung:    Dr. Michael Leistikow, 701 e.V.                           
                              Bürgermeister Friedrich G. Conzen 
Grußwort:        Dr. Jutta von Zitzewitz , Stiftung Deutsche Bestatterkultur,
                               Dr. Dieter Sawalies, Verein „Der Golzheimer Friedhof soll leben“
Einführung:     Dr. Nadia Ismail, Kuratorin

Teilnehmende Künstler*innen: 
Ella CB, Lisa Dreykluft, Ingke Günther + Jörg Wagner, Tomas Kleiner + Marco Biermann, Phonoschrank – Rüdiger Wenk, Studio Beisel – Kajetan Skurski + Laurenz Raschke, Thomas Zipp, Performative Installation: Jonathan Auth, Alexandro Böhme, Andreas Jonak, Paula Knaps Loos, Anna Maria Schkroba

Das Performancefestival findet bei jedem Wetter statt.

Programmheft THRESHOLDS zum Downloaden: THRESHOLDS_PROGRAMM2019

Friedhöfe sind historische Zeugnisse stadtplanerischer Entwicklungen und bei aller kunsthistorisch relevanten Formensprache zugleich mit einer Aura des Tabus behaftet. Denn immer noch sind der Tod und mehr noch das Sterben weitestgehend gesellschaftlich ausgeklammert. Erst langsam beginnt ein Umdenken. Durch den Einfluss zahlreicher Kulturen und wachsenden technischen Fortschritt entwickeln sich zunehmend unterschiedliche Formen von Trauerriten und differenzierte Bedürfnisse werden offenbar. Zwischen Tradition, Aufklärung und finanziellem Pragmatismus ist der Umgang mit Trauer zwar kulturell kodiert, vor allem jedoch ist er individuell geprägt. Damit bleiben Art, Dauer, Länge und Umgang mit dem Verlust einzigartig.

Das Performancefestival THRESHOLDS, was in der deutschen Übersetzung ‚(Tür-) Schwellen‘ bedeutet, reflektiert durch acht künstlerische Interventionen die verschiedenen sichtbaren und unsichtbaren Facetten des Golzheimer Friedhofs.

Die eingeladenen Künstler*innen reagieren auf unterschiedliche Art – musikalisch, partizipatorisch oder inszenatorisch – auf die sichtbaren, aber auch verborgenen Facetten, die den Ort auszeichnen und machen dadurch die Diversität von Ritualen und kulturellen Unterschieden sichtbar. Darüber hinaus thematisieren die künstlerischen Interventionen Übergänge sowie Veränderungen und spiegeln damit die heutige Vielschichtigkeit des öffentlich zugänglichen Areals wider.