Künstler*innen denken über den Alltag
weit hinaus
Ausgabe 8
Martina Sauter

Künstlerinnen und Künstler denken über den Alltag weit hinaus und sprechen mit ihrer Kunst immer wieder grundlegende gesellschaftliche Fragen an. Wie sagte Picasso so schön:

„Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele.“

Bisher fehlte uns oft die Ruhe, uns mit der Bedeutung der Kunst für unser Leben zu beschäftigen. Der Lebensalltag war oft zu schnell und zu funktional. Es besteht zu wenig Zeit und Raum für grundlegendes Denken.

Nun ist der richtige Moment gekommen, diese Fragen zu stellen.

Viele sehen, dass wir – trotz eines uns grenzenlos erscheinenden Fortschritts – an unsere Grenzen stoßen und das Wesentliche aus dem Blick verlieren. Es gilt, die Welt von heute neu zu denken und die Welt von morgen neu zu gestalten.

Deshalb laden wir Künstler*innen ein, mit denen 701 e.V.  in den letzten Jahren zusammengearbeitet hat, ihre Gedanken mit uns zu teilen. Lassen Sie uns zusammen mit den Künstler*innen den Staub von unseren Seelen waschen.

AUSGABE 8 – 22.06.2020

Martina Sauter

Teilnehmender Künstler der Ausstellung
Nach dem Sputnik, 2007

Lebt und arbeitet in:

Düsseldorf

Kontakt:

www.martinasauter.de
Instagram: martina.sauter

Ausbildung:

1997-99 Ausbildung zur Fotografin
1999-06 Kunstakademie Düsseldorf,
Meisterschülerin Thomas Ruff

Aktuelle Ausstellungsbeteiligungen
– Subjekt und Objekt Foto Rhein Ruhr Kunsthalle Düsseldorf
– When Images Collide Die Biennale Wilhelm Hack Museum Ludwigshafen

Warum sind Sie Künstler geworden?

Begonnen hat es für mich mit der Entscheidung frei arbeiten zu wollen.

Welche Rolle spielt die Kunst für Sie persönlich in Ihrem Leben?

Sie steht immer wieder im Mittelpunkt.

Was bedeutet es für Sie, als Künstler erfolgreich zu sein?

Unabhängig meiner Arbeit nachgehen zu können.

Kann „Scheitern“ auch ein Erfolg sein?

Scheitern ist Teil der Arbeit.

Wie gehen Sie mit dem ‚kulturellen Shutdown‘ um? Was sind die Folgen für Sie persönlich und allgemeinen?

Die mit dem Shutdown einhergehende angehaltene Zeit gab mir die Möglichkeit und den Raum, mich nochmals Ideen zuzuwenden, die ich bereits verworfen hatte und die ich nun, unter neuen Gesichtspunkten weiterentwickeln konnte.

Nach der Corona-Krise: Was sollte sich in der gesellschaftlichen Haltung zur Kunst verändern?

Ein breiteres Interesse für Kunst.

Gibt es ein Kunstwerk von Ihnen, das Sie uns vorstellen möchten, weil es gerade jetzt wichtig ist?

Es ist eine der aktuellsten Arbeiten:

Martina Sauter: Schlange, Detail 2

Schlange, Detail 2
C-Print, collagiert
Passpartout, Rahmen
37x 43 cm
€ 550.-